Sensorische Integration
Das Zusammenspiel der Sinne stärken.
Wenn die Sinne aus dem Takt geraten
Ihr Kind stolpert häufig, obwohl der Boden eben ist? Es mag keine Socken mit Nähten oder reagiert empfindlich auf Berührungen? Vielleicht ist es auch besonders unruhig oder vermeidet Schaukeln und Klettern?
Das können Anzeichen dafür sein, dass die Verarbeitung von Sinnesreizen nicht optimal läuft. Sensorische Integration bedeutet, dass das Gehirn alle Informationen aus den Sinnen – Gleichgewicht, Bewegung, Berührung, Sehen – richtig zusammenfügt. Wenn das nicht klappt, kann der Alltag zur Herausforderung werden.
Was ist Sensorische Integration?
Stellen Sie sich vor, das Gehirn ist wie ein Dirigent, der alle Sinneseindrücke koordiniert. Funktioniert diese Koordination nicht richtig, kommt es zu Problemen:
- Ihr Kind ist ungeschickt und stolpert oft
- Es hat Schwierigkeiten beim Schreiben oder Basteln
- Laute Geräusche oder bestimmte Stoffe sind unerträglich
- Bewegungen wie Schaukeln oder Drehen machen Angst
- Die Konzentration in der Schule fällt schwer
Wie wir arbeiten
Unsere Therapieräume sind speziell ausgestattet mit Schaukeln, Kletterwänden, Hängematten und verschiedenen Materialien. Hier kann Ihr Kind spielerisch seine Sinne trainieren:
- Gleichgewicht fördern: Durch Schaukeln, Balancieren und Bewegungsspiele
- Körpergefühl stärken: Durch Klettern, Ziehen, Drücken und Hüpfen
- Berührungsempfindlichkeit reduzieren: Durch verschiedene Materialien und Oberflächen
- Bewegungsplanung verbessern: Durch Parcours und Koordinationsübungen
- Aufmerksamkeit steigern: Durch gezielte Aktivitäten, die Konzentration erfordern
Das Wichtigste: Ihr Kind hat Spaß dabei! Die Übungen sind spielerisch gestaltet und werden an den Entwicklungsstand und die Vorlieben Ihres Kindes angepasst.

Wann hilft Sensorische Integration?
Wir unterstützen Kinder mit:
- Bewegungsproblemen: Ungeschicklichkeit, häufiges Stolpern, schlechte Körperkoordination
- Berührungsempfindlichkeit: Abneigung gegen bestimmte Materialien, Nässe, Matsch
- Gleichgewichtsproblemen: Angst vor Schaukeln, Rutschen oder Bewegung
- Konzentrationsschwierigkeiten: Unruhe, leichte Ablenkbarkeit
- Feinmotorischen Schwierigkeiten: Probleme beim Schreiben, Malen, Ausschneiden
- Emotionaler Regulation: Schnelle Überforderung, Wutausbrüche
Die wichtigsten Sinne in der Therapie
- Gleichgewichtssinn (Vestibulär): Das Gleichgewichtsorgan im Ohr sorgt dafür, dass Ihr Kind weiß, wo oben und unten ist. Es hilft beim Rennen, Fahrradfahren und beim ruhigen Sitzen in der Schule.
- Tiefenwahrnehmung (Propriozeption): Durch Muskeln und Gelenke spürt Ihr Kind, wo sein Körper im Raum ist und wie viel Kraft es braucht. Das ist wichtig fürs Schreiben, Basteln und alle Bewegungen.
- Tastsinn: Die Haut nimmt Berührungen, Temperatur und Schmerz wahr. Ein gut funktionierender Tastsinn ermöglicht feinmotorische Tätigkeiten und hilft, sich im eigenen Körper wohlzufühlen.
- Sehen: Die Augen erfassen nicht nur Bilder, sondern auch Bewegungen im Raum. Das ist wichtig für Hand-Auge-Koordination beim Schreiben, Ballspielen oder Anziehen.
Wir unterstützen die Entwicklung
Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind nimmt Reize anders wahr? Wir beraten Sie gerne in einem ersten Gespräch.