Zurück ins Leben nach Schlaganfall, MS und Co.
Neurologische Ergotherapie in Oldenburg: Wir helfen Ihnen, Ihren Alltag Schritt für Schritt zurückzuerobern.
Wenn Selbstverständliches plötzlich schwerfällt
Sich anziehen, Kaffee kochen, ein Buch aufschlagen. Nur ein paar Beispiele für Handlungen, die vorher automatisch liefen und nun nach einer neurologischen Erkrankung zur Herausforderung werden. Genau hier setzt Ergotherapie an: Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens wiederzuerlangen. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern größtmögliche Unabhängigkeit im Haushalt, im Beruf und in der Freizeit.
In unserer Praxis in Oldenburg arbeiten wir mit bewährten neurologischen Behandlungskonzepten, die wir individuell auf Ihre Situation abstimmen. Dabei beginnen wir frühzeitig, denn die ersten Monate nach einer neurologischen Erkrankung sind entscheidend für die Regeneration.
Unsere Behandlungsansätze
Wir arbeiten mit wissenschaftlich fundierten Therapiekonzepten, die wir individuell kombinieren:
- Bobath-Konzept: Hilft dabei, Bewegungen der beeinträchtigten Körperseite in Koordination mit der gesunden Seite wiederzuerlernen. Ziel ist die Entwicklung eines Gefühls von Körpermitte und die Verbesserung der Körpersymmetrie.
- Spiegeltherapie: Durch optische Täuschung mit einem Spiegel wird dem Gehirn vermittelt, dass beide Körperhälften funktionsfähig sind. Besonders wirksam bei halbseitigen Lähmungen nach Schlaganfall.
- Perfetti-Konzept: Neurokognitive Rehabilitation, die Wahrnehmung und Bewegung miteinander verknüpft – Sie lernen, Bewegungen wieder bewusst zu steuern.
- PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation): Fördert das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln durch gezielte Bewegungsmuster.
- Affolter-Modell und Johnstone-Therapie: Weitere bewährte Konzepte, die wir je nach Ihrer Diagnose und Zielsetzung einsetzen.
- Hirnleistungstraining (neuropsychologisch orientiert): Bei kognitiven Beeinträchtigungen setzen wir ein, was im Alltag hilft – z. B. RehaCom, Fresh Minder, CogPack, Biografiearbeit, körperliche Betätigung, Alltagstraining und Angehörigenberatung.

Krankheitsbilder
- Schlaganfall und Hirnblutung
- Schädel-Hirn-Verletzungen (Traumata)
- Rückenmarksverletzungen (z.B. Querschnitt)
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerose (MS)
- Polyneuropathie
- ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)
- Demenz und kognitive Beeinträchtigungen
Mehr als Übungen: Praktische Unterstützung für Ihren Alltag
Ergotherapie bedeutet bei uns auch praktische Hilfe für Ihren Alltag:
- Hilfsmittelberatung: Welche Unterstützung erleichtert Ihnen das Leben? Wir beraten zu Alltagshilfen und trainieren deren Einsatz
- Wohnraumanpassung: Gemeinsam finden wir Lösungen, wie Sie Ihre Wohnung sicherer und zugänglicher gestalten können
- Thermische Anwendungen: Wärme- oder Kältetherapie zur Unterstützung der Behandlung
- Übungen für zu Hause: Sie erhalten Trainingsaufgaben, die Sie zwischen den Sitzungen eigenständig durchführen können
Hirnleistungstraining und kognitive Rehabilitation
Bei kognitiven Beeinträchtigungen, etwa bei Demenz, nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma, setzen wir ein, was Betroffene und Angehörige im Alltag entlastet und die Lebensqualität fördert: neuropsychologisch orientiertes Hirnleistungstraining, computergestützte Programme wie RehaCom, Fresh Minder und CogPack, dazu Biografiearbeit, körperliche Betätigung, Alltagstraining und Angehörigenberatung. Je nach Situation und Ziel wählen wir die passenden Bausteine, damit Sie oder Ihre Angehörigen bestmöglich unterstützt und gefördert werden.
Ihr individueller Therapieplan
Jede neurologische Erkrankung ist anders, jeder Mensch hat andere Prioritäten. Deshalb erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan, der Ihre spezifischen Bedürfnisse und Ziele berücksichtigt. In regelmäßigen Therapieeinheiten arbeiten wir an Bewegungsübungen, kognitivem Training oder Alltagssimulationen – immer bezogen auf das, was für Sie wichtig ist.
Die Ergotherapie ist besonders effektiv, wenn sie frühzeitig beginnt und kontinuierlich fortgeführt wird. Der größte Teil der Rückbildung neurologischer Ausfälle geschieht in den ersten drei bis sechs Monaten. Es lohnt sich also, so früh wie möglich zu starten.
Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation und entwickeln gemeinsam Ihren Therapieplan.